Theatervorstellung „Traumcafé Zur wahren Liebe“
Am 03. und 04. Januar war es wieder soweit: Die jährlichen Theatervorstellungen des MGV fanden statt. Wochenlang hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler sowie alle Beteiligten auf diese Tage hingefiebert und eifrig geprobt und organisiert. Jetzt war es endlich soweit: in zwei Abendvorstellungen sowie der von der Stadt organisierten Seniorenvorstellung am Sonntag Nachmittag präsentierte die Theatergruppe das amüsante 3-aktige Stück „Traumcafe „Zur wahren Liebe“““.

Kellner Franz (Julian Last) ist total in das süße Fräulein Anneliese (Saskia Schöne) verknallt, die sich unter falschen Namen in der Pension „Zur wahren Liebe“ einquartiert. Sie soll sich für ihren Bruder ein Bild von der Gegend machen, denn der möchte seinen Traum verwirklichen und genau so ein Café oder Pension eröffnen.Die Inhaberin Hilde Moosbacher (Birgit Schroth) ist zunehmend genervt – will sie zum einen nicht, dass das Personal die Gäste „belästigt“ und zum anderen bringen die Schmetterlinge im Bauch Kellner Franz dazu, den Gästen seltsame Dinge zu servieren und Bestellungen zu vergessen. Da Franz leider auch ein Tollpatsch in Sachen Liebesangelegenheiten ist, blamiert er sich bei jedem Versuch mit Anneliese ins Gespräch zu kommen, was auf der Bühne zu lustigen Momenten führt, etwa wenn er Anneliese als Tagesgericht „Kartoffelkotelett mit Schweinepüree“ anbietet. Die Lage spitzt sich zu, als Franz alter Freund Siggi (Tobias Schilling) auftaucht. Siggi hat nach eigenen Angaben Ärger mit einer Frau und bittet daher um kurzfristigen Unterschlupf bei Franz.

Da Hilde Moosbacher allerdings weder Fremde noch Männer bei sich als Aushilfe einstellen will, wird aus Siggi kurzerhand Franz Schwester „Sieglinde“.

Endlich kommt auch Hilde Moosbachers lang ersehnten Gast Prof. Karl-Heinz von Bücken (Alexander Friedrich) mit seiner fast Verlobten Gabriele Sonnenschein (Britta Imhof) an. Die kann sich mit der Wildnis so gar nicht anfreunden und vermisst in der „Zur wahren Liebe“ die gewohnten Annehmlichkeiten wie Sonnenbank oder Wellnessbereich.Frau Moosbacher kämpft unterdessen mit dem aufdinglichen Immobilienmakler Josef Schachern (Jonas Bohn), der ständig auf der Suche nach dem Geschäft seines Lebens versucht ihr das Café abzukaufen und es mit Aufpreis an einen unbekannten Interessenten weiterzuverkaufen. Anfangs weigert sich Frau Moosbacher noch standhaft ihr Café zu verkaufen, im Laufe des Stücks bröckelt ihr Widerstand jedoch immer mehr – unerwiderte Liebe bringt in diesem Stück eben nicht nur Herzschmerz mit sich. Denn was niemand weiß: Hilde Moosbacher ist verliebt in Prof. von Bücken.Und als ob das alles nicht genug wäre, taucht auch noch Franz richtige Schwester Liesbeth (Daniela Atzler) auf. Sie ist ebenfalls verliebt, hat aber kurz vor dem Heiratsantrag ihres Liebsten kalte Füße bekommen und ist nicht zum vereinbarten Treffpunkt mit ihrem Siegfried gegangen und braucht nun eine Auszeit. Kurzerhand wird auch Liesbeth in „Zur wahren Liebe“ einquartiert. Währenddessen ist Schreinermeister Hugo Holzwurm (Reinhold Last) von Frau Moosbacher mit dem Bau eines Pavillions beauftragt worden. Angesichts seiner Verwirrtheit und weil er nicht weiß, dass dieses „Piff-Paff“ sein soll, beginnt er mit dem Bau einer Pergola. Sichtlich erfreut vom Anblick von Fräulein Sieglinde, die ihn im Auftrag von Frau Moosbacher bestens mit Kaffee versorgt und bei er sich Hugo an ganz besonderen Anblicken und Hügeln erfreut.Wärenddessen kommt Anneliese mit Liesbeth ins Gespräch über die Liebe und ihre Liebsten und wie das Leben so spielt, stellt sich Liesbeth als „Liesbeth Bernhardt“ vor, die zu Franz gehört. Anneliese ist am Boden zerstört, wähnt sie Liesbeth nun als Franz Ehefrau.

In all das Chaos platzt immer wieder Wanderer Kurt Weitkreuz (Daniel Bohn), der verzweifelt den Weg nach Ehrstädt sucht und dabei doch immer wieder im Traumcafé landet und als Höhepunkt von Gabriele für einen fiesen Wolperdinger gehalten und mit der Handtasche vermöbelt wird. Halb so wild, immerhin bringt das Kurt zu seiner Freude ein kostenloses Vesper mit zwei Bier ein,
Prof. von Bücken trifft sich unterdessen mit Herrn Schachern auf der Suche nach einem geeigneten Objekt, da er selbst ein Café wie „Zur wahren Liebe“ eröffnen will. Und während er noch auf die Gelegenheit wartet, Gabriele die große Neuigkeit mitzuteilen, wähnt die sich in Erwartung des ersehnten Heiratsantrags.Unterdessen entschließt sich Franz Anneliese mithilfe eines Liebesbrief, den er in der Speisekarte platziert, seine Gefühle zu gestehen.Dumm nur, dass Frau Moosbacher diese Karte mitsamt Brief an Prof. von Bücken mit den Worten „Liebe geht durch den Magen“ gibt. Der ist hocherfreut und mit einem Kuss besiegelt das erste Liebespaar des Abends seine Liebe.Anneliese hingegen ist verletzt, da sie Franz verheiratet glaubt und weigert sich in die angebotene Speisekarte zu schauen. Und während Franz seiner Liebsten verletzt den bestellten gemischten Salat über den Kopf kippt, enttarnt Liesbeth Siggi als ihren Verlobten Siegfried und der darf ihr endlich die alles entscheidende Frage stellen.
Endlich kommt auch Franz dazu, das Missverständnis mit Anneliese aufzuklären und so stehen am Ende drei glückliche Paare auf der Bühne beim Happy Ende.Naja, nicht ganz, Josef Schachern wähnt sich ebenfalls am Ziel seiner Träume, haben doch sowohl Frau Moosbacher als auch der Professor den Kaufvertrag für das Café bereits unterzeichnet. Und der Coup wäre ihm auch fast geglückt, hätte er doch besser zugehört und den Namen des Professors richtig in den Vertrag geschrieben. So bleiben ihm am Ende nur Papierfetzen von seinem Vertrag und die alles entscheidende Frage von Kurt Weidkreuz: „Wo geht’s nach Ehrstädt“?.

In der an beiden Abenden nahezu ausverkauften Schlossberghalle fand das Stück beim Publikum hervorragend Anklang und es gab viel Gelächter und Applaus.Wie gewohnt konnten sich die Gäste im Vorfeld bei Schnitzel, Wurst, Wurstsalat sowie einer vegarischen Nudelpfanne stärken und auf den Abend einstimmen. In den Pausen wurden eifrig Lose gekauft und so konnte sich an beiden Abenden zahlreiche Gäste über tolle Preise freuen.Vielen Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler sowie an Regisseurin Daniela Atzler und alle Helferinnen und Helfer, die das Wochenende mit uns gestaltet haben und dafür gesorgt haben, dass die Theatervorstellung 2026 wieder eine gelungene Veranstaltung werden konnte.
